Utah … Grand Staircase Escalante National Monument …

Pahreah war eine Siedlung am Paria River, in der vor über 100 Jahren einmal bis zu 47 Familien gelebt haben. Damals wurde der River als Straße benutzt und so ließen sich die ersten Siedler hier in diesem weiten grünen Tal nieder. Es gab jedoch einige kleinere und größere Überschwemmungen, so dass nach und nach alle wieder die Gegend verließen. Später wurden hier in dieser großartigen Kulisse Westernfilme gedreht. Heute ist es ein lohnenswerter Ausflug in eine grandiose Natur. 

Im Paria Valley.
Ist das ein Licht?

Eine Wanderempfehlung im Paria Visitorcenter ist der Hackberry Canyon. Es ist wieder ein schöner Canyon und wir holen uns nasse Füße, denn wir müssen oft den nur ganz Flächen Bach überqueren und teilweise drin laufen. 

Der schöne Hackberry Canyon.
Formen der Natur.

Die Sktumpah Road fahren wir jetzt auch zum zweiten Mal, da wir gerne noch mal den Lick Wash Canyon laufen wollen. Der hatte Manuela so gut gefallen. Auf geht’s also! Und wir finden am Ende, weil wir davon gelesen hatten, die Hütte von John LeFevre. Er hat sie in den Sechzigern erbaut und heute steht sie hier wie ein kleines Museum. Seine Nachfahren treffen sich hier anscheinend hin und wieder zur Erinnerung. Im Inernet finden wir so einiges über die LeFevre. Sehr spannend. 

Die LeFevre Cabin.
Hinterlassenschaften
Ein kleines Museum.
Die Nacht am Lick Wash war saukalt!
Im Lick Wash.

Die Bull Valley Gorge Beschreibung hatten wir zum Glück. So finden wir mit etwas suchen den Einstieg in den Slot Canyon. Mit etwas Kletterei schaffen wir es über einige natürliche Hindernisse Richtung Flussabwärts. Wir sind beeindruckt von der Szenerie, aber unsere Kräfte lassen nach der vorhergehenden Wanderung nach. Auf dem Rückweg sehen wir dann auch die Überreste des Jeeps, der 1954 hier mit 3 Männern in die Schlucht gestürzt ist und hier immer noch eingeklemmt hängt.

Klettereinlage in Bull Valley Gorge.
Bull Valley Gorge.
Kleine Hindernisse in der Gorge.

Über die Alley Wash Road fahren wir von Escalante gen Süden und finden einen Traumplatz an dem wir zwei Abende tolles Lagerfeuer machen. Das Holz lag schon für uns bereit. Toller Service! Über die Smoky Mountain Road geht’s durch tolle Landschaft zur Hole in the Rock Road. Dabei durchfahren wir den Lower Trail Canyon und den Left Hand Collet Canyon auf abenteuerlichster Strecke. Das wäre eine tolle Land Rover Stammtisch Wochenendfahrt! 

Wir fahren im Wash.
Im Lower Trail Canyon.

An der Hole in the Rock Road, die jetzt zu Ostern echt überlaufen wird, finden wir mit dem Willow Gulch einen noch ruhigen Canyon. Der Broken Bow Arch ist toll an zu sehen und das Tal mit dem kleinen Bach erstrahlt im Frühlingsgrün. Ein toller Kontrast zum Rot der Felsen.

Nera im Willow Gulch.
Der Broken Bow Arch.
Wandern mit nassen Füßen.

Ganz früh Morgens haben wir uns aufgemacht um den Peekaboo Canyon noch einmal zu erleben. Das war auch gut so, denn auf dem Rückweg kommen uns Massen an Menschen entgegen, die hier ihren Osterfamilienausflug machen. Innerhalb von 10 Minuten sind wir durch den Canyon, da wir ja schon wissen wie es geht. Er ist jetzt auch trockener als im November, aber wir bekommen trotzdem nasse Füsse.

Wir sind noch mal im schönen Peekaboo Canyon.

Vom Egypt Trailhead laufen wir den Fence Canyon hinunter. Es geht am steilen Fels abwärts. Unten verfehlen wir leider den „richtigen“ von gefühlten 12 Wegen und landen mit anderen Wanderern in einer Sackgasse. So vergeht viel Zeit, dass wir es leider nicht bis zum Escalante River hinunter und in den Neon Canyon schaffen. Schade, aber jetzt wird die Hitze beim Wandern auch schon massiv spürbar.

Nera führt uns wieder zurück den steilen Berg hinauf.
Die Wüste ist hier nicht ungefährlich.
Der Blick Richtung Escalante River und Neon Canyon.
Escalante, Utah, 15.4.17

Utah/Arizona … Vermillion Cliffs National Monument …

Das südliche Utah und der Arizona Strip (das ist der nördliche Streifen) haben uns so gut gefallen. Deshalb haben wir uns entschieden die letzten 4 Wochen bis zu unserer Transferfahrt nach Baltimore hier zu verbringen. So haben wir die schönsten Plätze in der Natur, wo wir immer die Nacht abseits stehen können. Das lieben wir so. Dazu ist jetzt hier ein tolles Klima. Tagsüber wird es schon mit 20 bis 30 Grad wunderbar warm und nachts meistens knapp über dem Gefrierpunkt, so dass man gut schlafen kann. Und das entscheidende Argument ist einfach der fast immer strahlend blaue Himmel über der unendlichen Weite des Westens. Einfach ein Traum!

Westlich von Page.
Regenwolken machen immer ein spezielles Licht.
Uns geht es gut.

Westlich von Page hatte uns im November jemand eine Stelle empfohlen, die wir damals nicht gefunden haben. Jetzt aber sind wir den richtigen Weg rein und können mit Nera toll an der Canyonkante wandern. Eine schöne Szenerie mit einem Blick den Canyon runter fast bis zum Colorado River. Und rund um uns dunkle Regenwolken mit einem tollen Lichtspiel am Himmel.

Auf dem Weg zum Birthday Arch.

Bei Big Water übernachten wir schön einsam am Coyote Creek. Wir kommen aber leider nicht die Gravel Road weiter hinein, da es vor einigen Tagen hier geregnet hat und die Wege und Washs sehr matschig sind. Und der Lehm klebt wie Beton, so dass wir an diesem Tag einige Male nicht weiter kommen. Aber wir finden durch Zufall einen schönen Canyon am Lake Powell, den wir rein laufen. 
Am White Pocket.
Eine wunderschöne Gegend.
Ein Wunder der Natur.
So tolle Farben.

Von den White Pockets hatten wir zum Glück vorher gelesen, denn nur auf Nachfragen im Visitorcenter bekommen wir die Anfahrtsroute. Im Internet kursieren verschiedene Wege. Auf dem Empfohlenen ist es gut zu fahren und als wir ankommen: Whow! Das hier ist ein echtes Highlight! So viele verschiedene Felsformationen und -Farben auf einem riesigen Gebiet. Einfach toll! Und die Bilder können das kaum wieder geben.

Ein toller Nachtplatz.
Im Buskin Gulch.
Bei Edmaiers Secret.
Hin und Wieder gabs nasse Füße.
Der Wind war eiskalt an dem Tag.
Nera findet immer! den Rückweg.

Auf dem Rückweg testen wir auf Empfehlung eines Einheimischen eine andere Route, die nur jetzt im Frühjahr gefahren werden kann. Sie ist extrem sandig mit heftigen Felsplatten zwischendrin. Ich mag mir das mit trockenem Sand im Sommer nicht vorstellen. Wir wandern noch bei Cottonwood Cove am südlichen Coyote Buttes und am Buskin Gulch. Wieder umwerfende Felsen und tollen Ausblicke.

Paria, Utah, 4.4.17

Arizona … ein Land der Gegensätze …

Wir reisen östlich von Yuma über Lukeville nach Arizona und die USA wieder ein. Da Spring Break Ferien sind, stehen wir im Stau an der Grenze, denn südlich liegt an der Baja California der schnell zu erreichende und preislich günstige Strand. Viele junge Leute sind auf dem Heimweg. An der Kontrolle müssen wir ins Gebäude der Grenzer. Wir erklären, dass wir eine Aufenthaltsdauer bis Mitte Mai benötigen, da wir dann wieder ausreisen. Der junge Grenzbeamte ist sich unsicher wie er verfahren soll. Also wird sein Chef gefragt und der legt fest, dass wir ein Jahr bleiben dürfen. Wir können es kaum glauben. Wir hatten von Reisenden gehört, denen man ein oder zwei Wochen genehmigt hatte. Und wir bekommen ein ganzes Jahr, obwohl unser Visum multiple Entry mit 180 Tagen aussagt. Nun könnten wir glatt verlängern.😜🌅⛰⛺️🏖🚚🥂

In Yuma, wo wir ein paar Tage am Colorado River verbringen und uns mit Esther und Otto treffen, ist es ungewöhnlich heiß. Tagsüber sind es 37 Grad und auch nachts noch sehr warm. Wir gehen noch einmal ins Bratwursthaus amerikanisch deutsch essen. Da freuen wir uns doch auf die richtig deutsche Küche! 

Und die Wüste blüht.
Der Frühling zeigt sich in der Wüste in den schönsten Farben.

In Scottsdale bekommt unser Puma eine kleine Wartung. Der Ölwechsel in den Differentialen zeigt uns, dass alles noch in Ordnung ist. Der Simmerring am Untersetzungsgetriebe zur Feststellbremse wird gewechselt, da Öl Austritt. Hier ist wohl bei der Montage im Werk der Filzring vergessen worden. Und ich baue die neue Scheibe in der Fahrertür ein, die immer noch die Plexiglasscheibe drin hatte. Und auch die Software, die ja viele Male nach Notlauf zurückgesetzt wurde ist nun geprüft und in Ordnung. Vermutlich ist aber unsere Hinterachse verzogen, da der linke Reifen an der Innenseite stärker abgefahren ist und es eigentlich nur diese Erklärung gibt. Das prüfen wir lieber zu Hause. Herzlichen Dank an unsere Freunde Kevin und Joe von Rovntechs. 

Auf dem Apache Lake Trail wurden die Wagen mit 12 Pferden die Steigung hoch gezogen.
Der wunderschöne Apache Lake.
Am Fossil Creek.
Tolles Wasser am Fossil Creek.
Am Wet Beawer Creek.
Die dunklen Wolken machen eine tolle Stimmung.

Über den Apache Lake fahren wir nördlich Richtung am Roosevelt Lake entlang und nach Payson. Dort ist es nachts wieder in den Minusgraden. Doch tagsüber scheint meistens sehr wärmend die Sonne. Im Coconino National Forest südöstlich von Sedona verbringen wir einige Tage mit schönen Wanderungen in Canyons hinein. Am Fissil Creek wandern wir, wie viele andere auch, zu den Wasserfällen, die trotzdem toll sind. Und wir fahren off Road über die Berge bis zum Ende der Road nach Child’s am Verde River. Zu den heißen Quellen kommen wir leider nicht, da der Fluss nach der Schneeschmelze nicht zu durchqueren ist.

Hier waren wir vor 26 Jahren schon mal.
Red Rock Crossing kennen John Wayne Fans bestimmt.
Einen schönen Platz hat sich die Kirche da gesucht.
Nera schafft die Berge schneller als wir.
Der traut sich was.
Rund um Sedona.
Tolle Felsen!
Puma hat Spaß im Gelände.
Sieht doch toll aus!

Rund um Cottonwood und Sedona ist es eine tolle Gegend. Es gibt viele Forrest Roads auf denen das Fahren viel Spaß macht. Auf der Schnebly Hill Road hat unser Puma kräftig zu arbeiten. Hier fahren sonst nur die Offroadjeeps der professionellen Anbieter und die Strecke ist sehr heftig mit riesigen Steinen und Schlaglöchern. Auch hier gibt es wieder schöne Canyons zu bewundern, was wir bei Sonnenschein genießen. Am Red Rock Crossing finden wir sogar den Platz wieder, wo wir vor 1991 schon gebadet haben und John Wayne in berühmten Western zu sehen war. Nur die Stadt Sedona hat sich seitdem unglaublich ausgebreitet und das nicht zu ihrem Vorteil, wie wir finden.

Die San Francisco Peaks bei Flagstaff.
Puma im Schnee.

Am 31.3. fahren wir nach Flagstaff und wir erleben den Gegensatz zu Yuma. Wir haben Schneesturm! Und es wird richtig kalt. Da ist es doch nach langer Zeit mal wieder gut, es uns in einem Hotel gut gehen zu lassen. Und im Puma läuft die Standheizung, damit uns nicht alles einfriert. Nera genießt den Schnee und tollt darin herum. 

Flagstaff, Arizona, 2.4.17

Begegnungen … Esther und Otto, die Zweite …

Einer der vielen Snowbirdplätze in der Area
Esther und Otto, wir freuen uns, euch getroffen zu haben.

Esther und Otto haben wir zum ersten Mal in Dawson City getroffen. Sie sind aus Edmonton in Canada und sind beide deutschstämmig und reden immer noch gerne deutsch. Den Winter verbringen sie, wie viele Canadier, im warmen Süden. Immerhin sind in Edmonton dann bis zu minus 40 Grad Celsius. Nach Weihnachten machen sie sich dann auf den Weg nach Yuma in die Wüste und bleiben bis April. Wir wollten sie gerne wieder sehen, um ein wenig zu erahnen, wie sie hier so leben. In den letzten Tagen war es hier in Yuma schon ungewöhnlich heiss mit deutlich über 30 Grad und auch sehr warmen Nächten. Da haben Esther und Otto die heiße Wüste verlassen und sind zu einem Bekannten gezogen, der sich hier ein Grundstück als Stellplatz gekauft hat. Dort haben sie nun Strom und können das Wohnmobil klimatisieren. Normalerweise stehen sie also mit dem Wohnmobil in der Wüste. Wie so viele hängen sie den Geländewagen für die lange Fahrt dann hinter ihr Wohnmobil. Hier verbringen sie einige Zeit auf Jam Sessions. In den Wüstencamps gibt es oft Gemeinschaftsräume, in denen wöchentlich Musikveranstaltungen statt finden. Jeder der Musik macht und Lust hat kommt und man spielt gemeinsam, was reihum jeder so einbringt. Otto spielt Gitarre und singt und das sogar sehr professionell, Wir bekommen eine CD auf der er die Lieder mehrstimmig alleine eingespielt hat. Wir treffen uns mit den Beiden beim Italiener zum Essen und verbringen noch ein paar gemütliche Stunden auf ihrem Standplatz. 

Danke für die Einladung zum Essen und den gemütlichen Nachmittag und Abend. Danke für die tolle CD, Otto.

Yuma, Arizona, 20.3.17

Heute am 19.3. sind wir in Yuma … 

Die letzten drei Tage haben wir nördlich von Yuma traumhaft ruhig am Colorado River gestanden. Keine Musik, Böller oder Hundegebell. Wir konnten Baden und trotz über 35 Grad tagsüber konnten wir nachts gut schlafen, da es angenehm abkühlte. Und wir haben das große Glück, zu erleben wie die Wüste im Frühjahr blüht. 

Wir fahren von hier aus nach Scottsdale bei Phoenix. Dort wollen wir bei Joe und Kevin in der Werkstatt eine kleine Fahrzeugwartung machen und die neue Seitenscheibe einbauen. Danach geht es dann Richtung Utah und Staircase-Escalante. Wir hoffen, dass auch dort der Frühling schon angekommen ist und wir mit Nera schöne Wanderungen machen können.

Yuma, Arizona, USA, 19.3.17

Der Kupfer-Canyon … eine gefährliche Region in Chihuahua …

In Guachochi beginnen wir unser Abenteuer Kupfer-Canyon. Weil es sehr kalt wird, nehmen wir uns ein „geheiztes“ Hotelzimmer. Schon am späten Abend geht die sowieso zu kleine Gasheizung aus. Das Gas war wohl alle. Die Nacht ist bei minus 5 Grad also auch im Zimmer sehr kalt. 

Am nächsten Morgen wärmt uns aber die Sonne schnell auf und wir frühstücken am Aussichtspunkt auf den Barranca Sinforosa, einen Seitenzweig des Kupfer-Canyons. Hier geht es 1830 Meter steil runter. Ein wahnsinnig toller Ausblick. Im Juli findet hier ein Ultra Marathon statt, bei dem die Läufer 100 Kilometer u.a. den Canyon runter und wieder hoch laufen. Wahnsinn! Wir kommen wegen der Höhe schon so ins Schnaufen. 


In Batopilas „campen“ wir auf Empfehlung der Polizei direkt auf der Plaza Major, dem Hauptplatz. Es ist Sonntag Abend und eine Dreimannband spielt mexikanische Livemusik. Jugendliche und Erwachsene tanzen Paartanz. Sehr junge Mütter sitzen mit ihren Babys am Rande. Es ist ein netter stimmungsvoller Abend unter Einheimischen. Die Straße nach Batopilas ist ganz neu, aber weitgehend nur einspurig befahrbar, weil hier so viele Steine auf der Straße liegen! Früher habe ich mich gefragt, warum man Schilder mit „Steinschlag“ eigentlich braucht. Hier bräuchte man davon ganz viele. Wir finden aber kein einziges. Doch der Ausblick ist einzigartig und wir sind ganz froh über die neue Straße, als wir ein Video von der alten „Straße“ im Internet finden.


In Satevó steht eine Missionskirche von ca. 1770, lange bevor die erste Straße dorthin führte. Vor der Kirche ist ein kleines Volleyballfeld und dort spielen jeden Tag, wie wir erfahren, 10 Soldaten, die hier in der Gegend Patrouille laufen, mit den Einheimischen Volleyball.Eine sehr gelöste und freudige Stimmung, obwohl wir uns hier mitten im Drogenanbaugebiet befinden. Andere Reisende sind auf einer Bergstrecke in der Nähe von bewaffneten Männern angehalten und kontrolliert worden. Wir fahren diese Strecke lieber nicht.


Auf dem Weg aus dem Canyon entdecken wir sogar noch ein Stück der „alten Srasse“. Bei YouTube gibt es ein tolles Video davon.


Am Lago Arareco bei Creel übernachten wir sehr ruhig direkt am See. Es begegnen uns viele Indigenas. Sie gehören zur Gruppe der Raramuri, von denen hier im Gebiet ca. 10000 Menschen leben. Als die Spanier in México einfielen, haben sich die Raramuri hier in den endlosen Canyons versteckt und leben auch heute noch sehr traditionell und zurückgezogen. Wir unternehmen eine Wanderung um den See, die sich aber auf über 15 Kilometer ausdehnt, da es zwar immerhin mal eine Ausschilderung gibt, diese aber irgendwann einfach weg ist. Ein Jugendlicher, der uns glücklicherweise begegnet, weist uns den richtigen Weg und wir gelangen durch Siedlungen der Raramuri zurück zum See.


In Areponapuchi haben wir bei einer schönen Wanderung am Canyonrand einen toller Ausblick auf den Barranca del Cobre. Hier sehen wir auch den bekannten Zug El Chepe, mit dem die meisten Reisenden den Canyan erkunden.

Urique, unten im Canyon, ist schon ein größeres Dorf. Es liegt unterhalb der steilen und schmalen Abfahrt von 2300 Meter Höhe runter auf 550 Meter. So lange sind wir noch nie im ersten Gang gefahren. Da wird einem schon etwas mulmig zu Mute. Am Rande des Ortes campen wir auf Entre Amigos. Dies ist ein kleines Paradies mit großem Garten, aus dem man sich mit Früchten und Gemüse bedienen darf. Zwei Kolibris fliegen permanent vor unserem Wohnmobil um die Blüten. Alles grünt und gedeiht, weil es von Thomas, dem mexikanischen Arbeiter, toll versorgt wird. Trotz Ende des Winters ist es angenehm warm und es lässt sich gut aushalten. Eine gute Pause, um mal wieder den Blog zu pflegen. 


Der Nationalpark Cascades de Basaseáchic liegt für uns günstig auf der Route. So bleiben wir zwei Nächte in seltener Ruhe mitten im Wald und wärmen uns abends beim Lagerfeuer. Tags wandern wir mit Nera zum 249 Meter hohen schönen Wasserfall. Es ist eine tolle Gegend, in der man eigentlich noch länger bleiben könnte um zu wandern. Danke an Marion und Alfred für den Tipp.

Hermosillo, Sonora, México, 14.3.17

Begegnungen … Luis …


Am Mirador Cerra del Gallego, dem traumhaften Aussuchtspunkt auf Urique, treffen wir Luis, hier links im Bild. Seine Familie und er bewundern Nera. Als sich rausstellt, dass wir aus Deutschland kommen spricht er deutsch mit uns. Und dann erzählt er uns, dass er für einen Schüleraustausch ein Jahr in Hannover Linden war und dort bei einem Lehrerehepaar gewohnt hat. Er ist auf die IGS Linden gegangen. Er hat damals alle Spiele von Hannover 96 gesehen und ist auch heute noch auf dem aktuellen Stand. Nun absolviert er seinen Doktor in Wirtschaft in Phoenix Arizona. Da er nun Spring Break (die Frühjahrsferien, in denen fast alle amerikanischen Studenten ausflippen) hat, ist er mit der Familie aus México City auf Ferien in der Gegend. 

Danke für diese überraschende deutsch-mexikanische Begegnung.

San Rafael, Chihuahua, México, 11.3.17